So erschweren Sie das sammeln Ihrer E-Mail-Adressen und verringern damit Ihr SPAM-Aufkommen.
Kaum ist eine neue E-Mail-Adresse eingerichtet, schon beginnt der Ärger mit dem SPAM. Mit Filtern kann man den eingehenden SPAM ausfiltern. Genau so wichtig wie ein guter SPAM-Filter ist allerdings die Vermeidung von SPAM.
Ich möchte ich ein Konzept vorstellen, dass inzwischen bei einigen Kunden erfolgreich eingesetzt wird und den eingehenden SPAM bei neuen E-Mail-Adressen wirksam reduziert.
Die beschriebenen Maßnahmen funktionieren nur richtig, wenn frische, d.h. neue und unbekannte Mailadressen verwendet werden. - Hier gilt, SPAM vermeiden, bevor die Adresse bekannt ist.
Öffentlich und Private E-Mail-Adresse
Öffentliche und Private Adresse. Richten Sie sich am besten gleich 2 Adressen ein. Eine Adresse benutzen Sie online, wenn Sie sich z.B. in Foren anmelden. Diese Adresse erhält durch die Veröffentlichung höchstwarscheinlich SPAM.
Zusätzlich richten Sie sich eine private Adresse ein. Diese verwenden Sie möglichst nur beim direkten Kontakt mit Freunden und Geschäftspartnern. Diese Adresse wird also nur durch Sie persönlich weitergegeben. z.B. auf Visitenkarten oder am Telefon.
Vorteil dieser Methode ist, dass die wichtigsten Mails in einem eigenen Postfach gesammelt werden.
Seit 2 Jahren verwende ich selbst solche Adressen. Anstatt wie früher mehrere hundert SPAM-Mails am Tag zu erhalten, sind dies gerade ein mal 2-5 Mails am Tag.
So werden wichtige Mails wie z.B. unsere Supportanfragen nicht mehr übersehen und können zeitnah beantwortet werden.
Wenn Sie z.B. den technischen Support von Teris anschreiben, so wurde Ihnen die spezielle E-Mail-Adresse bei Vertragsbeginn mitgeteilt. Bewust ist diese Adresse nicht im Internet zu finden.
Verhindern Sie, dass Programme Ihre Adressen sammeln
Wenn Sie eine Homepage haben, so ist Ihre E-Mail-Adresse sicherlich im Impressum oder auf der Kontaktseite verlinkt. Das ist gut für Besucher, da Sie mit einem Klick eine Mail verschicken können.
Der Nachteil ist natürlich, dass auch ein einfaches Programm alle Mailadressen auf Ihrer Homepage suchen und speichern kann. Wenn das erst ein mal passiert ist, ist es meist zu spät. Bevor Sie das hier vorgestellte Verfahren nutzen, empfehle ich daher den wechsel zu einer eher unbekannten Mailadresse.
Adressen wie info@..., webmaster@..., kontakt@... sollten Tabu sein, da diese bei fast allen Homepages existieren und SPAM ganz gerne auf gut glück dort hin gesendet wird.
Zum Schutz Ihrer Adresse können Sie diese in ein Bild einbetten. Es gibt zwar Programme, die auch Adressen von Bildern lesen können, dies ist jedoch noch extrem selten und kann vernachlässigt werden.
wichtig ist natürlich, dass Ihre Adresse nicht verlinkt ist, d.h. gar nicht im Quelltext Ihrer Webseite auftaucht.
Auf einer kleinen Homepage ist es sehr einfach, Ihre Adresse zu schützen. Erstellen Sie einfach ein Bild und schreiben Sie dort Ihre E-Mail-Adresse drauf. Überall, wo Sie Ihre E-Mail-Adresse einfügen möchten, tragen Sie einfach das Bild ein.
Ein Besucher kann die Mailadresse zwar nicht anklicken, die Adresse jedoch lesen und in eine E-Mail eintragen.
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Es gibt hierbei noch ein Problem: Ihre Seite verliert damit Ihre Barrierefreiheit. D.h. Nutzer mit Sehschwächen können Ihre Adresse nicht mehr lesen, da ja nur ein Bild vorhanden ist. Sie sollten als Ausweichmöglichkeit immer eine Alternative anbieten. z.B. ein Kontaktformular.
Ansonsten empfehle ich, neben dem Bild einen Link anzubringen. Bei Klick auf diesen Link wird eine Audiodatei abgespielt, die Sie aufgenommen haben und die Ihre E-Mail-Adresse enthält.
Wenn Sie nicht selbst mit Mikrofon und Software umgehen möchten, können Sie online aus Texten halbwechs verständliche WAV-Dateien erstellen. Suchen Sie bei Google einfach mal nach "Text to Speech". Sie werden viele Online-Demos finden.
Bei größeren Webseiten mit vielen E-Mail-Adressen ist das beschriebene Verfahren nicht mehr praktikabel. Spätestens, wenn Sie 50 Bilder erstellt und verlinkt haben, macht es keinen Spaß mehr. Bei Webseiten, auf denen sich die Adressen ständig ändern, ist es ganz unmöglich, diesen Bestand zu pflegen.
Da gibt es eine Lösung: Die PHP-Bildbearbeitungsfunktionen. Hiermit lassen sich die Bilddateien automatisch erstellen. Für viele Content-Management-Systeme gibt es Tools, mit denen so etwas automatisiert erledigt wird.
Wir haben noch eine Lösung zum nachrüsten älterer Homepages gefunden, die das Problem elegant für die ganze Seite löst:
Im wesentlichen handelt es sich um 3 Scripte, die wir in einer Datei zusammengefasst haben:
Script1:
Dieses Script puffert den Inhalt der an den Browser gesendeten Homepage.
Script2:
Erfasst alle vorkommenden e-Mail-Adressen und ersetzt diese vor der Übertragung an den Browser durch einen speziellen Link
Script3:
Dieses Script erstellt ein Popup, in dem ein Bild mit der E-Mail-Adresse enthalten ist
Auf der Homepage wird so z.B. aus der Adresse Sebastian@Internet.de ein Link mit der Beschriftung "EMail...". Wir haben dieses Verfahren gewählt, damit das Layout der Homepage nicht durch die Bildgröße beeinflußt wird. Wo immer eine E-Mail-Adresse hinpasst, passt auch unser neuer Link.
Fügen Sie die folgenden Teile in den Quelltext Ihrer Dateien ein:
Einbinden von Script 1 vor dem ersten Tag
<?
require("mailversteck.php");
beginn();
?>
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<head>
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1" />
<title>Unbenanntes Dokument</title>
</head>
Einbinden von Script 2 nach dem letzten Tag
</body>
</html>
<!--
<? ende(); ?>
-->
Wenn Sie ein System mit Vorlagen verwenden, wie z.B. Dreamweaver, können Sie einfach die Vorlage einmalig ändern. Andernfalls empfehlen wir den Quelltext mit der Suchen/Ersetzen-Funktion Ihres Programms durchzuführen. Das kann auch bei umfangreichen Dateibeständen einfach durchgeführt werden.
Ein Problem ist nun, dass .HTML-Dateien normalerweise nicht durch den Server bearbeitet werden. Sie können natürlich alle Dateien umbennen und alle Verlinkungen neu erzeugen. Da das sehr aufwändig ist, empfehle ich das anlegen einer .htaccess-Datei, wenn Ihr Provider dies zulässt.
Beispiel für eine .htaccess-Datei
AddType application/x-httpd-php php php4 php3 html htm
Dies sorgt dafür, dass Ihre HtML-Dateien vom PHP-Interpreter ausgeführt werden.
Es ist aber zu beachten, dass das eigene Homepage-Paket dazu PHP enthalten muss und Ihre Homepage insgesamt etwas langsamer wird. Bei den heutigen Servern sollte dies jedoch kein Problem sein.
Wenn alles geklappt hat, ist keine E-Mail-Adresse mehr auf Ihrer Homepage sichtbar. Alle Adressen werden ersetzt und können mit einem Klick aufgerufen werden.
Online-Beispiele:
Webseite ohne dieses Script
Webseite mit aktivierem Script
Das Script zusammen mit einem Beispiel können Sie hier als .ZIP-Datei downloaden:
Download Beispiel als .ZIP-Datei
Natürlich kann das Script noch verfeinert werden. Die hier vorgestellte Lösung ist relativ einfach und verständlich gehalten, um auch weniger erfahrenen Nutzern den Einsatz zu ermöglichen und erfahrenen Nutzer eine einfache Vorlage für die Integration in eigene Systeme anzubieten.
Ich hoffe, Sie können die Tipps aus diesem Workshop weiter verwenden.
Für Fragen und Anregungen, nehmen Sie einfach Kontakt auf.